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Eichenprozessionsspinner in Hamminkeln

Sachstand und Ausblick

Die landesweite Plage durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners ist auf einem vorläufigen Höhepunkt angekommen, Zeit für die Stadt Hamminkeln, eine vorsichtige Zwischenbilanz zu ziehen:

Die vorbeugenden Maßnahmen, die die Stadt seit dem Sommer des letzten Jahres für dieses Jahr geplant und durchgeführt hat, waren durchaus sehr erfolgreich.

Es wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet, im Januar gab es eine gut besuchte Bürgerversammlung im Rathaus, danach wurden an alle Haushalte Informationsfaltblätter versandt und die Stadt sicherte sich durch Rahmenverträge umfangreiche Einsatzzeiten von Fremdfirmen für die Prophylaxe und die Bekämpfung bei Befall. Der städtische Bauhof schaffte sich ein zweites Spritzgerät für die vorbeugende Behandlung an und die Zahl der vorbeugend behandelten Eichen wurde von 800 auf 2.000 Bäume im Frühjahr 2019 erhöht.

Diese vorbeugende Behandlung mit einem Bakterium war sehr erfolgreich, so dass viele der städtischen behandelten Eichen dieses Jahr in der Risikozone 1 (stark frequentierte Innenstadtbereiche) raupenfrei sind. Natürlich sind auch dort nicht alle städtischen Bäume raupenfrei. Diese werden aber durch eine beauftrage Fremdfirma behandelt und raupenfrei gemacht.

In der zweiten Risikostufe befinden sich stärker frequentierte Bereiche auch im Außenbereich, wie zum Beispiel Schulwege und auch Bushaltestellen, die ebenfalls vorbeugend behandelt wurden beziehungsweise bei Befall gereinigt werden.

Die Risikozone 3 ist der übrige Außenbereich, in dem Warnhinweise aufgehängt und im schlimmsten Fall Sperrungen ausgesprochen werden.

Aufgrund der aktuell vorliegenden Bestandsaufnahmen erweist sich die fachgerechte Vorbeugung (zeitgerechte Spritzung mit dem Bakterium) als effizienteste Methode (hoher Wirkungsgrad bei überschaubaren Kosten) .

Dies ist auch die städtische Empfehlung für private Eigentümer für das nächste Jahr.

Darüber hinaus hat es die Stadt bei den zahlreichen Anrufen betroffener Bürger in vielen Fällen geschafft, private Eigentümer mit befallenen Eichen und betroffene Anlieger zusammen zu bringen, um gemeinsam kosteneffizient die befallenen Bäume zu säubern.

Dazu liegt auch eine Adressliste im Rathaus (Zimmer 14) aus, in die sich betroffene Eigentümer eintragen können, um in der Nachbarschaft Gemeinschaften zur Vorbeugung beziehungsweise Säuberung zu gründen.

Die Stadt hat sich zwecks einer noch besseren Behandlung mit vielen Kommunen vernetzt und ist auch in Kontakt mit den Niederlanden, die gerade mit der Installation von Meisen-Nistkästen und Schlupfwespen zusätzlich auf natürliche Feinde setzen wollen.

Desweiteren nimmt die Stadt alle bekannten betroffenen Bäume in ein Kataster auf, um einen Gesamtüberblick über den diesjährigen Befall zu bekommen.

Grundsätzlich bleibt aber festzuhalten, dass selbst mit dem größtmöglichen städtischen Einsatz das Problem aufgrund der komplexen Gemengelage nicht vollständig in den Griff zu bekommen ist. Nur wenn Bürgerschaft und Stadt das Problem gemeinsam angehen, wird es eine signifikante Verbesserung der Situation geben.

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