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Kultur

Kulturstadt

Klassische Musik, moderne Kunst, Kabarett, Comedy und Tanz - Hamminkeln genießt den Ruf einer Kulturstadt. Diese Tatsache ist nicht zuletzt der Privatinitiative mehrerer engagierter Bürger zu verdanken.

Marienthaler Abende

Seit 1984 gibt es die Marienthaler Abende in dem pittoresken Dorf an der lssel, dem mit 500 Einwohnern kleinsten Ortsteil der Stadt Hamminkeln. Ursprünglich geplant als sommerliche Open-Air-Kleinkunstreihe werden sie seit Ende der 90er Jahre durch ein Winterprogramm in der Klosterkirche ergänzt. Mehr als 100.000 Besucher haben die inzwischen mehr als 500 Veranstaltungen in Marienthal besucht. Was bieten die Marienthaler Abende? Weithin bekannt ist diese Veranstaltungsreihe durch die hier auftretenden a-cappella-Gruppen. Die besten Formationen dieses Genre geben sich hier seit Jahren ein Stelldichein: Rockappella und House Jacks aus den USA, Fork aus Finnland, Swingle Singers aus England und lntrmezzo und Rock 4 aus den Niederlanden, sie alle und viele großartige a-cappella-Gruppen haben Marienthal besucht und kamen gerne wieder. Dazu die Creme aus Deutschland wie BASTA, VIVA VOCE, LA LE LU oder die medlz.

In den Sommermonaten - jeweils am Mittwoch - ist Marienthal Austragungsort einer außergewöhnlichen Programmfolge, die in Qualität und vor allem in ihrer Vielseitigkeit kaum zu Überbieten ist. Neben den schon erwähnten a-cappella-Highlights erleben die begeisterten Besucher hier lrish Folk, Tango, Klezmer oder ganz besonderes Musik-Kabarett neben anderen Musik-Richtungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Sollte es mal regnen, geht es vom Veranstaltungsort, der Kulturwiese, ins bereitstehende Zelt. Ob sich der Wunsch nach überdachter Bühne und einer Überdachung für's Auditorium realisieren lässt, entscheidet sich im Jahr 2017.

Für die Winterabende bietet die 650 Jahre alte Klosterkirche einen würdevollen Rahmen. Musikfolgen und dazu passende Texte fügen sich ein in das klösterliche Ambiente.

Kultur im Schloss Ringenberg

Das heutige Schloss Ringenberg hat seine Anfänge im 13. Jahrhundert. Ursprünglich als Wehrburg gedacht, wurde es in der Isselniederung von den Herren von Dingden (Sueder III.) gebaut. Nach der völligen Zerstörung im 30-jährigen Krieg bekamen es die Brüder Jakob und Alexander von Spaen 1648 als Lehen. Sie errichteten, teilweise auf den Resten der alten Anlage ein Barockschloss in niederländischem Stil. 1661 wurde es in seiner heutigen Form fertig gestellt.

Der letzte private Besitzer, Graf Max von Plettenberg, verkaufte das Schloss 1987 an die Stadt Hamminkeln. Diese renovierte es mit finanzieller Hilfe des Landes NRW, stellte es 1994 fertig und übergab es zum überwiegenden Teil an die Derik-Baegert-Gesellschaft zur kulturellen Nutzung.

Dazu wurde das Standesamt der Stadt ins Schloss verlagert.

Bereits vor der Renovierung des Schlosses durch die Stadt, hatte Bodo Bratke 1960 Räume im Schloss angemietet und die „Galerie Schloss Ringenberg“ gegründet. Acht Jahre später (1968) gründete er den Kunstverein „Derik-Baegert-Gesellschaft“.

Diese sieht ihre Aufgaben vor allem in der Förderung junger Künstler und der Schaffung und Erhaltung eines kulturellen Zentrums für die Niederrheinische Region. Sie versteht sich als Mittlerin zwischen Künstlern und Öffentlichkeit. In verschiedenen Projekten setzt sie auf eine intensive Kooperation mit niederländischen Künstlern und Museen. In elf Atelierräumen und mehreren Ausstellungsräumen ermöglicht sie jungen Künstlern, als Stipendiaten oder Mietern, Gelegenheit, in ländlicher Umgebung zu arbeiten, zu wohnen und neue Ideen und Projekte zu entwickeln.

Mehrmals im Jahr finden im Rittersaal und 2 weiteren Ausstellungsräumen Kunstausstellungen zur aktuellen Kunst und Ausstellungen der Stipendiaten statt. Ergänzend dazu bietet die Derik-Baegert-Gesellschaft mehrmals im Jahr Konzerte im Rittersaal an.

Durch ihre hochprofessionelle Arbeit hat sich die Derik-Baegert-Gesellschaft  im Laufe ihrer Zeit im Schloss Ringenberg als herausragender Kunstort erwiesen. Mit ihrer Förderung junger Kunst- und Kuratorenstipendiaten aus Deutschland und den Niederlanden erfährt sie weit über die Region hinaus große Anerkennung. Als Förderinstitution des Landes NRW hat sie nicht nur landesweit, sondern inzwischen auch internationale Bedeutung gewonnen.

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