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Schloss Ringenberg

Schloss Ringenberg

Die erste urkundliche Erwähnung der um 1220 erbauten Burg Ringenberg stammt aus dem Jahr 1229.

Zur Geschichte

Erbaut wurde es als Wasserburg im sumpfigen Morast der Isselniederung durch die "Herren von Dingden". Als diese ihren festen Wohnsitz in Ringenberg nahmen, nannten sie sich fortan "Herren von Ringenberg". Da die Burg im Grenzbereich der Herrschaftsgebiete des Erzbistums Köln, des Bistums Münster und der Grafschaft Kleve lag, war es eine begehrte Grenzfeste. Das Interesse der rivalisierenden Landesherren machten sich die Herren von Ringenberg zunutze und überließen die Burg nach bestem persönlichen Nutzen wechselweise allen drei Rivalen. Von 1350 bis 1620 war Burg Ringenberg Verwaltungs- und Wehrburg der Grafen/Herzöge von Kleve. Mitte des 15. Jahrhunderts fanden erhebliche Umbauten statt, die auch die Wehrhaftigkeit der Burg erhöhten.

Zerstörung und Wiederaufbau

Dennoch wurde die Burg im 30-jährigen Krieg wechselweise von den Spaniern und den Niederländern besetzt und war in den Pestjahren 1637 und 1638 bereits zerstört. Es ist nicht bekannt, wer die Burg zerstörte. 1648 erhielt Freiherr Alexander von Spaen das Anwesen als Anerkennung seiner Dienste für den Kurfürsten von Brandenburg als Lehen. Um 1650 ließ er sie als Wasserschloss im Stil des Niederländischen Barock wiederaufbauen. Die Wetterfahne gibt das Jahr 1661 als Fertigstellungsdatum an. Längst hat das ehemalige Wasserschloss zum wiederholten Male den Besitzer gewechselt, als es zum Ende des 2. Weltkrieges erhebliche Zerstörungen erlitt. Dem letzten Eigentümer, Maximilian von Plettenberg, war es nicht möglich, das Schloss vollständig und aus eigener Kraft wiederherzustellen. Ostflügel und Mitteltrakt wurden deshalb verpachtet. 1989 ging das Schloss ins Eigentum der Stadt Hamminkeln über, die es in den folgenden Jahren mit hohem finanziellen und technischen Aufwand unter den strengen Maßgaben des Denkmalschutzes sanieren und restaurieren ließ. Dabei wurden auch archäologische Grabungen durchgeführt, die einiges Licht ins Dunkel der Vergangenheit und einige interessante Fundstücke ans Tageslicht brachten. Eine kleine Ausstellung der Fundstücke und der Grabungsergebnisse befindet sich im Kellergewölbe.

Kunst im Schloss

Bereits seit 1978 sind Künstlerateliers der Derik-Baegert-Gesellschaft im Schloss untergebracht. Mittlerweile wird der größte Teil des Schlosses von der Derik-Baegert-Gesellschaft als Künstler- und Atelierzentrum genutzt. Das Schloss beherbergt vorwiegend Stipendiaten, wodurch immer neue, interessante Projekte im Schloss entstehen. Spektakulär war im Jahr 2004 das Transistor-Projekt, bei dem u. a. der Ostturm des Schlosses vorübergehend eine rot-weiße Bommelmütze trug.

Was das Schloss noch beherbergt

Seit 1995 befindet sich das Standesamt der Stadt Hamminkeln im Schloss. Dort werden auch die Trauungen durchgeführt, die sich bei den Hochzeitspaaren wachsender Beliebtheit erfreuen.

Derik-Baegert-Gesellschaft
Schlossstraße 8
46499 Hamminkeln
Telefon: 02852 9229
Öffnungszeiten: keine generellen Öffnungszeiten, nur im Rahmen der Veranstaltungen oder nach Absprache

 

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