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Gleichstellung

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Hamminkeln ist Ansprechpartnerin im Besonderen für Frauen, aber auch für Männer, die Rat suchen.

Moderne Gleichstellungsarbeit wird nach dem Prinzip des "Gender Mainstreaming" umgesetzt. Die individuellen Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern werden berücksichtigt und rollenspezifische Lösungen entwickelt.

Die Aufgaben der Gleichstellungsstelle sind vielfältig. Sie beinhalten externe wie auch interne Themenfelder.

Die Gleichstellungsstelle setzt sich vor Ort für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern innerhalb der Stadtverwaltung und in der Stadt Hamminkeln ein. Sie ist Ansprechpartnerin in vielen frauenrelevanten Fragen und arbeitet mit zahlreichen Frauengruppen und Organisationen zusammen.

Die Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen verpflichtet jede Kommune ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, eine Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen.

Die Gleichstellungsbeauftragten haben den Auftrag, Benachteiligungen von Frauen und Männern zu benennen, Verbesserungsvorschläge einzubringen und zu vertreten. Sie tragen auf kommunaler Ebene dazu bei, geschlechtsspezifische Benachteiligungen abzubauen.

Der größte Teil dieser Benachteiligungen betrifft Frauen. Daher sehen wir dort den Schwerpunkt unserer Arbeit und richten uns mit dieser Seite in erster Linie an Frauen.

Männer in entsprechenden Lebenssituationen (Elternzeit, Teilzeitarbeit, Alleinerziehende etc.) finden hier aber auch die passenden Informationen und sind herzlich eingeladen, diese zu nutzen. 

Themen in Hamminkeln sind u.a.

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Gesundheitsprävention
  • Gewaltprävention
  • Förderung von Frauen und Mädchen
  • Frauengeschichte und Frauenkultur etc.

Viele weitere Themen finden sich in der Gleichstellungsarbeit wieder. Eine moderne Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit und der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hamminkeln sind eine Grundlage für die Arbeit der Gleichstellungsstelle.

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Gleichstellungsplan der Stadt Hamminkeln

Den Gleichstellungsplan für die Jahre 2017 bis 2019 und die Fortschreibung des Gleichstellungsplans bis zum 31.12.2023 können Sie unter Downloads herunterladen.

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Tolle Broschüre zum Internationalen Frauentag 2022

Deckblatt Broschüre zum Frauentag 2022 - Kreis Wesel

Die Broschüre mit Veranstaltungs-, Literatur- und Filmtipps steht zum Download zur Verfügung - einfach nur den QR-Code nutzen!
Bei Bedarf kann die Broschüre auch im PDF-Format unter Gleichstellung@Hamminkeln.de angefordert werden.

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Termine

Gründerinnen- und UnternehmerinnenTreff Wesel & Hamminkeln (GUT-Treff) - Netzwerktreffen in lockerer Atmosphäre

Für eine erfolgreiche Selbständigkeit sind neben der fachlichen Qualifikation vor allem Kontakte auschlaggebend. Der Gründerinnen- und UnternehmerinnenTreff Wesel & Hamminkeln bietet daher für alle Geschäftsfrauen eine breite Vernetzungsplattform an. Die Teilnahme an den Netzwerktreffen ist in der Regel kostenfrei. Für besondere Angebote wird ein Unkostenbeitrag erhoben, der vorab ausgewiesen wird. Es ist keine Mitgliedschaft erforderlich.

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Tag gegen Gewalt an Frauen

Ein weltweit besonderer Tag

Jedes Jahr aufs Neue legt der 25. November einen besonderen Fokus auf Frauen: Es ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. In zahlreichen Ländern der Erde finden Aktivitäten und Kundgebungen statt, die Solidarität mit gewaltbetroffenen Frauen bekunden. Auch das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ nutzt diesen Aktionstag und ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich aktiv zu beteiligen. Setzen Sie gemeinsam mit uns im Rahmen unserer groß angelegten Mitmachaktion ein solidarisches und bundesweit sichtbares Zeichen!

Immer mehr Menschen machen mit

In den vergangenen Jahren hat unsere Mitmachaktion eine stetig wachsende Resonanz erfahren: Prominente wie Bjarne Mädel, Sarah Wiener, Sebastian Fitzek oder Ann-Sophie Mutter, Politikerinnen und Politiker des Deutschen Bundestags beteiligten sich ebenso wie Kommunen, Polizeidienststellen und Frauenberatungseinrichtungen in ganz Deutschland. Auch in diesem Jahr hoffen wir, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für unsere Mitmachaktion zu gewinnen – Christine Lambrecht ist als Schirmherrin angefragt.

Warum solidarisch sein so wichtig ist

Gewalt gegen Frauen wird nach wie vor bagatellisiert oder ignoriert. Die Folge: Betroffene sprechen aus Scham und Angst nicht über das Erlebte. Unsere Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“ soll Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind und es Wege aus der Gewalt gibt. Deshalb wollen wir mit Ihnen zusammen auf Unterstützungsmöglichkeiten wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam machen. Unsere Bitte: Beteiligen Sie sich und seien Sie laut gegen Gewalt an Frauen. Denn Gewalt ist nie in Ordnung!

Auf www.aktion.hilfetelefon.de finden Sie alle Informationen zur Aktion.

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Familienurlaub durch Aktionsprogramm der Bundesregierung

Berechtigte Familien müssen für ihren Aufenthalt im Rahmen der „Corona-Auszeit" nur etwa zehn Prozent der Kosten für Unterkunft und Verpflegung zahlen. Die restlichen Kosten erhält die Einrichtung aus den Mitteln des Aufholpakets der Bundesregierung. Möglich sind bis zu sieben Tage im Jahr 2022. Insgesamt stehen für die „Corona-Auszeit für Familien" 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Informationen zur Buchung und Berechtigung:

Familien, die im Rahmen der Corona-Auszeit einen stark vergünstigten Aufenthalt in einer Familienferienstätte oder Jugendherberge buchen wollen, finden dazu ab sofort online unter www.bmfsfj.de/corona-auszeit alle Informationen. Eine Deutschlandkarte bietet einen Überblick über alle Einrichtungen, die ab Oktober Plätze anbieten. Familien können sich über Besonderheiten der Einrichtungen wie zum Beispiel Barrierefreiheit informieren und direkt ihre Buchungsanfrage starten. Die angeschriebene Einrichtung nimmt dann mit der Familie Kontakt auf, und gibt eine Rückmeldung, ob zum gewünschten Buchungszeitraum freie Plätze vorhanden sind. Wenn die Buchung verbindlich wird, muss die Familie ihre Berechtigung nachweisen. Hierfür gibt es ein eigenes Formular, das ebenfalls auf der Internetseite der Corona-Auszeit zur Verfügung steht.
Außerdem steht Familien eine kostenlose Beratungshotline zur Verfügung. Diese ist an sechs Tagen in der Woche unter der Nummer 0800 866 11 59 erreichbar.

Mit dem aktuellen Einkommensrechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung erhalten Interessierte Orientierung, ob die vergünstigten Preise auch für sie gelten. Berechnungsgrundlage sind die Sozialhilfe-Regelsätze, die seit dem 1. Januar 2021 gültig sind, woraus sich eine Einkommensgrenze für Familien ergibt. Unterschreitet eine Familie die Einkommensgrenze, so ist sie zu einem vergünstigten Urlaub berechtigt. Den Einkommensrechner finden Sie hier: https://www.bag-familienerholung.de/einkommensrechner/
Ein detaillierter Online-Check zur Prüfung der Berechtigung wird demnächst auf der Website des Bundesfamilienministeriums zur Verfügung stehen. 

Allgemeine Informationen zum Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" finden Sie hier: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/aufholen-nach-corona

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Digitalisierung & Gleichstellung 

Digitalisierung so gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben, steht im Mittelpunkt des Dritten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung. Der Bericht gibt uns wertvolle Impulse für unsere weitere Politik.“, so Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht.

Gleichstellung muss die Wechselwirkungen zwischen Geschlechterverhältnis und Digitalisierung berücksichtigen. Damit kann ein Beitrag zum Abbau struktureller Ungleichheiten, Geschlechtsstereotypen und Diskriminierungen geleistet werden.

Der Handlungsbedarf ist groß, wie aktuelle Zahlen zeigen:

  • Der Frauenanteil in der Digital- und Informatikbranche liegt bei lediglich 16 Prozent. Im Topmanagement sind Frauen in der Digitalbranche eine Seltenheit. Der Gender Leadership Gap liegt hier bei 5:1.
  • Homeoffice und Care: Frauen und Männer weiten im Homeoffice ihre unbezahlte Sorgearbeit aus, allerdings Frauen stärker als Männer.
  • Der Teilzeitanteil von Frauen in IT-Berufen liegt bei 19 Prozent, bei den Männern bei 5 Prozent. (Durchschnitt bei anderen Berufen: Frauen bei 31 Prozent, Männer bei 8 Prozent)
  • Nur ein Drittel aller Studienanfänger*innen in MINT-Fächern sind Frauen. Seit 20 Jahren hat sich der Frauenanteil in der Informatik nur um 5 Prozent auf 22 Prozent gesteigert.
  • 70 Prozent aller Frauen im Internet haben bereits Bedrohungen und Beleidigungen erlebt. Digitale Gewalt hat fatale Folgen. 19 Prozent aller Betroffenen ziehen sich nach dem Erlebten aus dem Diskurs zurück.

Die Bundesregierung wird durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten aufgefordert, die strukturelle Benachteiligung von Frauen abzubauen: Neue Gesetze zu Homeoffice und mobilem Arbeiten müssen die Diskriminierungseffekte auf Frauen systematisch ausschließen, Frauen in MINT-Berufen gefördert, Zugänge zu Gründerinnenkapital erleichtert und Standards für die größtmögliche Selbstbestimmung über den wechselnden Arbeitsort festgelegt werden.

Pflegekampagne – #wenn, dann jetzt

Mit der Kampagne www.pflegerebellion.de solidarisieren wir uns mit den Pflegekräften und fordern eine deutliche Aufwertung der Pflegeberufe. Die Digitalisierung muss für eine veränderte Bewertung und Ausgestaltung von Pflegeberufen genutzt werden z.B. durch die Umsetzung eines angemessenen gesetzlichen Mindestlohns und eine Tarifbindung in der Pflegebranche sowie verbesserte Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Mehr Schutz vor geschlechtsbezogenem Hass im Netz

Im digitalen Raum besteht ein hohes Gefährdungspotential durch geschlechtsbezogene Gewalt und sexualisierte Belästigung. Wir fordern eine systematische Berücksichtigung des Themas digitale Gewalt in Digitalisierungsprozessen, mehr Schutz vor geschlechtsbezogener Gewalt im Netz durch die Förderung und den Ausbau zivilgesellschaftlicher Initiativen und Projekte zu diesem Thema und den Aufbau von Kompetenzen und nachhaltigen Strukturen bei Polizei-, Strafverfolgungs- und Ordnungsbehörden sowie der Justiz.

Flensburger Erklärung (siehe auch Downloadbereich unten)

„Gleichstellungspolitik hat in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Bereichen Fortschritte erzielt. Dazu beigetragen hat die engagierte Arbeit der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und ihrer Netzwerkpartner*innen. Der digitale Wandel kann nur gelingen, wenn er gleichstellungsorientiert gestaltet wird. Die Arbeits- und Unternehmenskultur in der Digitalwirtschaft muss sich verändern: hin zu mehr Vielfalt. Unsere digitalen Weichen sind auf Zukunft und Wandel gestellt.“

Quellen:
Studie: „Free to be online? Girls' and young women's experience of inline harassment“ des Kinderhilfswerks Plan International; Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2021; Bundesverband der Schwangerschaftskonfliktberatung
Eine Information zu den Arbeitsergebnissen der Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, 2021

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Start der Apothekenaktion zur Bekanntmachung des Hilfetelefons "Schwangere in Not"

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey gab am 09.10.2018 in der Pfauen-Apotheke in Berlin-Neukölln den Startschuss zur bundesweiten Apothekenaktion zur weiteren Bekanntmachung des Hilfetelefons „Schwangere in Not." Das Hilfetelefon für Schwangere in Not ist unter der Nummer 0800 40 40 020 rund um die Uhr erreichbar. Die Anruferinnen werden an die Schwangerschaftsberatungsstellen vor Ort vermittelt, wo über Hilfsangebote in der Schwangerschaft informiert wird.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Es gibt das Hilfetelefon „Schwangere in Not" seit vier Jahren und es wird gut angenommen. Mir ist es wichtig, die Hilfen für Schwangere in Not, insbesondere das Hilfetelefon, noch stärker in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dabei habe ich die Apothekerkammern und die Bundesvereinigung der Apothekerverbände um Unterstützung gebeten. Mit den Hauptstadtapotheken und der ersten teilnehmenden Apotheke in Neukölln haben wir heute den Anfang gemacht. Ich hoffe, dass bundesweit viele weitere dazu kommen. Ich danke allen Apothekerinnen und Apothekern für ihr Engagement: Mit den gut sichtbar ausgelegten Informationsmaterialien und den Aufklebern an den Eingangstüren der Apotheken sorgen wir gemeinsam dafür, dass Schwangere in Not wissen, wohin sie sich wenden können."
Im Sinne des Berichts der Bundesregierung zur vertraulichen Geburt aus dem Jahr 2017 lenkt die Aktion verstärkte Aufmerksamkeit auf das Hilfetelefon „Schwangere in Not".

Durch das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt vom 1. Mai 2014 finden schwangere Frauen in Not- und Konfliktlage die Unterstützung, die sie benötigen. Ein zentrales Instrument des Gesetzes ist das Hilfetelefon „Schwangere in Not".
Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 40 40 020 bietet es eine vertrauliche und anonyme Erstberatung zu allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft. Das Hilfetelefon steht nicht nur Schwangeren selbst, sondern auch ihrem sozialen Umfeld und Fachkräften zur Verfügung. Es kann rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr kontaktiert werden und vermittelt auf Wunsch an eine Schwangerschaftsberatungsstelle vor Ort weiter. Die Beratung wird barrierefrei sowie in 17 Fremdsprachen angeboten. Das ergänzende Internetangebot www.geburt-vertraulich.de ermöglicht es, sich online zu informieren und bietet per Chat und E-Mail ebenfalls eine kostenfreie, vertrauliche und anonyme Beratung.

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„Verfassungsauftrag Gleichstellung- Taten zählen!“

Die 25. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands in Karlsruhe

ist erfolgreich zu Ende gegangen - mit dabei waren Vertreterinnen aus dem Kreis Wesel.

Die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist fast 70 Jahre nach Inkrafttreten und 24 Jahre nachdem Artikel 3 des Grundgesetzes um Absatz 2: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“, ergänzt wurde, in vielen Punkten noch nicht erreicht, sagt Stefanie Werner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hamminkeln. In den Kommunen müssen Männer und Frauen zusammen daran arbeiten, strukturelle Benachteiligungen von Frauen abzubauen. Aktuelle Zahlen belegen die Schieflage in Sachen Gleichstellung:

  • Politische Repräsentanz: Frauenanteil in den Gemeindeparlamenten bundesweit durchschnittlich nur 25 Prozent.
  • Gewalt gegen Frauen: 109.000 Frauen wurden laut statistischer Auswertung des BKA aus 2016 Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Die Folgekosten von Gewalt an Frauen betragen ca. 3,8 Mrd.€
  • Sorgearbeit: Frauen leisten 52 Prozent mehr Haus- und Pflegearbeit als Männer, d.h. anderthalbmal so viel.
  • Führungspositionen: Von 437 Verwaltungsspitzen in den Landkreisen, Städten und Kommunen sind 11,4 % mit Frauen besetzt.

Diese Fakten machen klar: Der Nachholbedarf für die Umsetzung des Staatsziels „Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ ist groß. Nur eine konsequente Gleichstellungspolitik auf allen staatlichen Ebenen kann hier Abhilfe schaffen.
„Frauen können alles, wenn sie die nötige Unterstützung haben. Das ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Eine kommunale Aufgabe, eine Aufgabe der Länder und des Bundes. Dafür müssen wir noch einiges tun, und zwar gemeinsam.“, sagte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey, die die Bundeskonferenz eröffnete.

Taten zählen! - Der Verfassungsauftrag Gleichstellung kann eingelöst werden, wenn zum Beispiel Führungsposten in der Stadtverwaltung paritätisch besetzt werden, wenn Parteien Frauen auf aussichtreiche Listenplätze setzen.
Der aktuelle Frauenanteil im Kreistag Wesel beträgt 25,76 %, so Petra Hommers, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel. Er bestätigt die bundesweite politische Repräsentanz von Frauen. Ein Paritégesetz, wie in Frankreich, würde die Chancen von Frauen in der Politik deutlich verbessern. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, freiwillig passiert das nicht. Deshalb braucht es eine Quotierung für alle entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien und Ämter.
"Die Errungenschaften der Gleichstellung müssen verteidigt und ausgebaut werden, gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulisten und radikale Islamisten rückwärtsgewandte Rollenbilder vertreten und die Gleichstellung von Frauen und Männer in Frage stellen. Solchen Bestrebungen muss konsequent entgegengetreten werden. Das erfordert eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft für Frauen und Männer", ergänzt Stefanie Werner.

Karlsruher Erklärung

Mit der (einstimmigen) Verabschiedung der Karlsruher Erklärung am Dienstag, den 18.09.2018, fordern die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten unter anderem, dass ein Aktionsplan in der Querschnittsverantwortung aller Ressorts im Bund die Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen zum Nachteil von Frauen beendet. Schutz vor Gewalt und sexistischen Strukturen muss in allen Bereichen des Lebens und Arbeitens, von Gesellschaft und Politik gewährleistet werden. Dafür müssen tragfähige, aufeinander abgestimmte und nachhaltig wirksame Maßnahmen und Strukturen auch in den Kommunen geschaffen werden.

Informationen zur Konferenz: www.frauenbeauftragte.de, Twitter: #verfassungsauftraggleichstellung
(Die Karlsruher Erklärung der 25. Bundeskonferenz steht im Downloadbereich unten zur Verfügung.)

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App des Landes NRW für geflüchtete Frauen: "RefuShe"

Das Land Nordrhein-Westfalen hat seit Beginn der verstärkten Flüchtlingsbewegungen die Situation geflüchteter Frauen besonders in den Blick genommen.

Mit der in Deutschland einzigarten App „RefuShe" gibt es in NRW für diese Zielgruppe nun ein niedrigschwelliges Informationsangebot.

Die App bietet spezifische Informationen für geflüchtete Frauen über ihre grundlegenden Rechte wie Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung sowie über Hilfemöglichkeiten und Notfallnummern. Die App wurde unter Beteiligung von Frauen- und Migrantinnenhilfeorganisationen erstellt und einem Akzeptanztest mit der Zielgruppe unterzogen. Sie enthält leicht verständliche Texte und Videos und ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch und Paschtu verfügbar.

Die App „RefuShe" für Android-Handys kann ab sofort kostenlos im Google Playstore heruntergeladen werden. Unten auf der Seite finden Sie den Link zur Presseerklärung der App.

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Stalking-Betroffene finden Hilfe durch App.
"No Stalk" unterstützt bei der direkten und schnellen Dokumentation von Stalking.

Mit der von der WEISSER RING Stiftung entwickelten App zur Dokumentation von Stalkinghandlungen (Fotos, Videos, WhatsApp, Sprachnachrichten, SMS) auf dem Smartphone, werden Betroffene darin unterstützt juristisch erfolgreich gegen Stalker vorgehen zu können. Die App besteht neben dem Dokumentationsmodul auch aus einem Informationsmodul sowie einem Notfallbutton und einer Helpline.

Alle Informationen zur Veröffentlichung der App finden Sie auf der Internetseite der Weissen Ring Stiftung: https://weisser-ring-stiftung.de/projekte/no-stalk-stalking-tagebuch-app

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