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Elektromobilität

Elektromobilität in Hamminkeln

Am klimafreundlichsten kommt man mit dem Fahrrad oder zu Fuß von A nach B. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man deutlich klimafreundlicher, als mit dem Auto unterwegs. Pedelecs, E-Bikes und E-Roller bieten sogar die Möglichkeit der emissionsfreien Fortbewegung, sofern bilanziell mit Ökostrom geladen wird. Ist man für bestimmte Wege auf das Auto angewiesen, empfiehlt es sich, ein besonders spritsparendes und emissionsarmes Fahrzeug zu fahren. So gibt es beispielsweise Kleinwagen, die laut Hersteller kombiniert nur 3,3 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen und nur 75 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Aber auch unter den größeren Autos gibt es recht sparsame Modelle. In einigen Fällen sind Erdgas- oder Hybridfahrzeuge deutlich klimafreundlicher, als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Zudem lässt sich der Treibstoff für Erdgasfahrzeuge auch durch Biogasanlagen oder mit überschüssigem Windstrom durch Power-to-Gas-Anlagen gewinnen.

Strommix

Die Stadt Hamminkeln ist erste Schritte gegangen, um auch Elektroautos zu fördern. Das macht bereits Sinn, wenn man den Hamminkelner Strommix betrachtet. Denn der in Hamminkeln produzierte Strom aus Wind, Sonne und Biogas kann bereits über 63 Prozent des Stromverbrauchs decken (Stand Anfang 2017) und ein weiterer Ausbau wird angestrebt. In der bundesweiten Betrachtung ist mit rund 42 Prozent Kohlestrom und rund 14 Prozent Atomstrom leider noch kein umweltfreundlicher Strommix gegeben. Doch auch das ist im Wandel.

Stand der Technik

Moderne Elektroautos kommen mit einer Ladung zwischen 100 und über 300 Kilometer weit. Einzelne Modelle schaffen auch etwa 400 bis 500 Kilometer (Stand Anfang 2017). Seit Mitte 2016 gibt es zudem eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für Elektroautos. Je nach Fahrzeugtechnik und Ladeinfrastruktur laden Elektroautos zwischen 20 Minuten und über 10 Stunden, bis sie wieder vollgeladen sind. Lädt man zu Hause an einer haushaltsüblichen Steckdose oder an einer Wallbox, dauert es eher länger. An Schnellladesäulen geht es hingegen schneller.   

Elektroautos laden am Rathaus Hamminkeln

In Hamminkeln befindet sich am Rathaus eine öffentliche Ladesäule. Zum Laden wird ein Typ2-Stecker benötigt, es können zeitgleich zwei Elektroautos mit 22 kW laden. Bezahlt werden kann wahlweise über PayPal, eine Kreditkarte, einen Gutschein oder nach Abschluss eines Vertrags über die Vertragsnummer. Dementsprechend variieren auch die Kosten (z.B. 30 Cent pro kWh zzgl. 4,95 € pro Monat oder 4,95 € pro Stunde).

…laden in Dingden

In Dingden betreibt die Firma DuSolaris vier Ladepunkte. Drei davon befinden sich im Hasseler Paß 2. Sie haben eine Leistung von 22 kW und können über den Schlüssel und die App von PlugSurfing freigeschaltet werden. Einer der Ladepunkte kann über eine Ladekarte freigeschaltet werden, die man sich beim Betreiber im Kerkenpatt 16 ausleihen kann. Der vierte Ladepunkt befindet sich am Kerkenpatt 13 und hat eine Leistung von 7,4 kW. Auch hier werden der Schlüssel oder die App von PlugSurfing benötigt.

Außerdem führt westenergie ein Pilotprojekt mit dem Startup ubitricity durch. Aktuell kann man im Café Winkelmann in Dingden kostenlos ein „intelligentes Kabel“ ausleihen und anschließend damit an der dortigen Straßenlaterne laden. Der Vorgang ist momentan kostenlos und startet automatisch. Jeder, der (ladesäulenseitig) einen Typ2-Stecker besitzt, kann dort laden. Wie auch an der Ladesäule am Rathaus wird bilanziell Ökostrom geladen. Mit einer Ladeleistung von 3,7 kW dauert der Ladevorgang hier etwas länger als an der Ladesäule.

… laden in Loikum

Im Elsholtweg 10 steht ebenfalls eine Ladesäule der Firma DuSolaris, welche eine Leistung von 22 kW hat und mit dem Schlüssel oder der App von PlugSurfing freigeschaltet werden kann.

Drei Ladestandorte werden auch von Carsharing-Autos genutzt, weshalb sie häufig belegt sind. An den Dingdener Standorten stehen jedoch ausreichend Ladepunkte für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

Weitere Stromtankstellen, wie z.B. an den Bahnhöfen Hamminkeln und Mehrhoog sind zurzeit in der Umsetzung.

 

Ladeinfrastruktur: Bund fördert erstmalig Kauf und Installation privater Ladestationen

Planen Sie demnächst ein Elektroauto zu kaufen und es fehlt noch die Ladeinfrastruktur?

Ab sofort fördert der Bund Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen mit einem pauschalen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter "Wie wird gefördert?") an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland.

Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden.

Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/440.

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