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Elektromobilität

Elektromobilität in Hamminkeln

Am klimafreundlichsten kommt man mit dem Fahrrad oder zu Fuß von A nach B. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man deutlich klimafreundlicher, als mit dem Auto unterwegs. Pedelecs, E-Bikes und E-Roller bieten sogar die Möglichkeit der emissionsfreien Fortbewegung, sofern bilanziell mit Ökostrom geladen wird. Ist man für bestimmte Wege auf das Auto angewiesen, empfiehlt es sich, ein besonders spritsparendes und emissionsarmes Fahrzeug zu fahren. So gibt es beispielsweise Kleinwagen, die laut Hersteller kombiniert nur 3,3 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen und nur 75 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Aber auch unter den größeren Autos gibt es recht sparsame Modelle. In einigen Fällen sind Erdgas- oder Hybridfahrzeuge deutlich klimafreundlicher, als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Zudem lässt sich der Treibstoff für Erdgasfahrzeuge auch durch Biogasanlagen oder mit überschüssigem Windstrom durch Power-to-Gas-Anlagen gewinnen.

Strommix

Die Stadt Hamminkeln ist erste Schritte gegangen, um auch Elektroautos zu fördern. Das macht bereits Sinn, wenn man den Hamminkelner Strommix betrachtet. Denn der in Hamminkeln produzierte Strom aus Wind, Sonne und Biogas kann bereits über 60 Prozent des Stromverbrauchs decken (Stand Anfang 2016) und ein weiterer Ausbau wird angestrebt. In der bundesweiten Betrachtung ist mit rund 42 Prozent Kohlestrom und rund 14 Prozent Atomstrom leider noch kein umweltfreundlicher Strommix gegeben. Doch auch das ist im Wandel.

Stand der Technik

Moderne Elektroautos kommen mit einer Ladung zwischen 100 und über 300 Kilometer weit. Einzelne Modelle schaffen auch etwa 400 bis 500 Kilometer (Stand Ende 2016). Seit Mitte 2016 gibt es zudem eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für Elektroautos. Je nach Fahrzeugtechnik und Ladeinfrastruktur laden Elektroautos zwischen 20 Minuten und über 10 Stunden, bis sie wieder vollgeladen sind. Lädt man zu Hause an einer haushaltsüblichen Steckdose oder an einer Wallbox, dauert es eher länger. An Schnellladesäulen geht es hingegen schneller.   

Elektroautos laden am Rathaus Hamminkeln

In Hamminkeln befindet sich am Rathaus eine öffentliche Ladesäule. Zum Laden wird ein Typ2-Stecker benötigt, sowie die „e-kWh“-App von Innogy oder eine entsprechende Ladekarte. Dort können zeitgleich zwei Elektroautos mit 22 kW laden. Bezahlt werden kann wahlweise über PayPal, eine Kreditkarte, einen Gutschein oder nach Abschluss eines Vertrags über die Vertragsnummer. Dementsprechend variieren auch die Kosten (z.B. 30 Cent pro kWh zzgl. 4,95 € pro Monat oder 4,95 € pro Stunde).

…laden in Dingden

Außerdem führt Innogy ein Pilotprojekt mit dem Startup ubitricity durch. Es werden Lademöglichkeiten an Straßenlaternen geschaffen, welche einfacher und günstiger zu errichten sind, als herkömmliche Ladesäulen. Aktuell kann man im Café Winkelmann in Dingden kostenlos ein „intelligentes Kabel“ ausleihen und anschließend damit an der dortigen Straßenlaterne laden. Der Vorgang ist momentan kostenlos und startet automatisch. Jeder, der (ladesäulenseitig) einen Typ2-Stecker besitzt, kann dort laden. Wie auch an der Ladesäule am Rathaus wird bilanziell Ökostrom geladen. Mit einer Ladeleistung von 3,7 kW dauert der Ladevorgang hier etwas länger als an der Ladesäule.

Weitere Stromtankstellen, wie z.B. an den Bahnhöfen Hamminkeln und Mehrhoog sind zurzeit in der Umsetzung.

Zudem gibt es Überlegungen für ein Carsharing-System mit Elektroautos sowie für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.

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